Logik
(griechisch) die
Lehre von der formalen Richtigkeit des Denkens, d.h. der
widerspruchsfreien Verknüpfung von Begriffen und Aussagen.
Mit
Hilfe der Logik lassen sich Schlüsse als richtig oder falsch
klassifizieren. Aristoteles begründete die klassische Logik,
insbesondere die Lehre der richtigen Schlüsse (Syllogistik). Kant
erweiterte den Logikbegriff und versuchte, mit Hilfe der sogenannten
"transzendentalen Logik" die dinglichen Kategorien aus den
Urteilsformen abzuleiten. Leibniz begründete die mathematische Logik,
die im 20. Jahrhundert vor allem durch Bertrand Russell
weiterentwickelt wurde.
Bei dem großen Stellenwert, den die
Logik vor allem seit dem 19. Jahrhundert in Philosophie und
Wissenschaft übernommen hat, darf man nicht vergessen, dass sie nur
Mittel zum richtigen Erkennen, nicht aber Wahrheit an sich ist. Die
Stoiker der Antike verglichen die Philosophie mit einem Obstgarten,
wobei die Logik mit dessen Umgrenzungsmauern verglichen wurde, die
Physik (die damals in einem weiteren Sinne verstanden wurde und die
gesamte Naturwissenschaften umfasste) mit den Bäumen innerhalb des
Obstgartens und die Ethik, also die Lehre vom richtigen Handeln mit
ihren Früchten. Die Logik als Lehre vom richtigen Denken ist also
wichtig für die Physik, nämlich die Erkenntnis von Natur, Welt, Leben
und uns selbst.
Die Frucht der Erkenntnis ist aber das richtige
Handeln. Schon die antiken Stoiker beklagten, dass viele Philosophen
zwar mit viel Aufwand und Hilfe der Logik begründen würden, was richtig
sei, aber nicht die Kraft hätten, entsprechend zu handeln.
Autor: Helmut Müller
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 1. August 2008 )
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