Karma PDF Drucken E-Mail

Karma


Sanskrit "Wirken", "Tat". Philosophisches Konzept, welches das Gesetz von Ursache und Wirkung beschreibt. Es besagt in seiner einfachsten Form, dass jedes Ereignis eine Wirkung, eine Folge hat. Im Prinzip heisst dies, dass nichts ohne Folge sein, also sich nicht in Nichts auflösen kann und hat darin Ähnlichkeit mit dem Energieerhaltungssatz. So gesehen handelt das Karma von einer ununterbrochenen Kette von Ereignissen, die sich gegenseitig beeinflussen bzw. verursachen. Das Karma ist dabei ganzheitlich zu sehen, es gilt nicht nur für die rein physikalische Ebene, sondern auch für unsere Worte, Gefühle und Gedanken, die alle Auswirkungen und Ursachen haben und nicht aus dem Nichts entstehen und ins Nichts verpuffen.

Das ethische Konzept von Karma besteht darin, die möglichen Auswirkungen einer Sache in wünschenswerte und nicht wünschenswerte Auswirkungen zu unterscheiden. Das Grundprinzip dabei besagt, dass gute Absichten, unegoistisch auf das Gemeinwohl zielend und verbunden mit den rechten Mitteln, immer gutes Karma schaffen, während egoistische oder gar böswillige Motive immer schlechtes Karma schaffen, selbst wenn die Mittel noch so richtig sein mögen. Denn je höher die Handlungsebene ist, in diesem Fall eine egoistische Absicht, desto  bestimmender ist dieser Faktor für die Auswirkungen. Dies leitet sich aus dem zugrundeliegenden Weltbild ab, dass die Welt in erster Hinsicht eine geistige Schöpfung ist, die sich auf der materiellen Ebene lediglich manifestiert und somit widerspiegelt. Damit ist die Absicht der bestimmende Ausgangspunkt jeder Handlung, was man als kosmisches Naturgesetz verstehen könnte.


Autor: Michael Josefy




Letzte Aktualisierung ( Montag, 21. Juli 2008 )
 
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