Heilungsmethode, die versucht, durch eine universelle göttliche Kraft die Heilung von Krankheiten zu erreichen.
Im
Unterschied zur noch herrschenden schulmedizinischen Auffassung, wonach
alle Krankheiten einschließlich der Geisteskrankheiten auf biologische
Funktionsstörungen zurückzuführen sind, kann man auch die Auffassung
vertreten, dass Krankheiten auf geistige und seelische Ursachen
zurückgehen. So gibt es in den großen Weltreligionen, aber auch im
Schamanismus, Heiltechniken, in denen der universelle göttliche Geist
unterstützend in die Heilungsprozesse eingreift. In Griechenland wurden
die Kranken in den Tempeln des Heilgottes Asklepios, in dem ihnen
dieser im Traum erschien, geheilt. Im neuen Testament gibt es viele
Beispiele für Wunderheilungen durch Gesundbeten. Die Heilkraft
geweihter Reliquien oder bestimmter Orte der Kraft wie z.B. heiliger
Quellen ist auch in allen Religionen und Kulturen bekannt.
Umstritten
ist, ob der Glaube des Patienten (so die Schulwissenschaft) oder
tatsächlich der göttliche Geist die Heilung bewirkt. Beides schließt
sich nicht gegenseitig aus. In den estoterischen Lehren spricht man von
so genannten Gedankenformen, die Menschen durch Gebete und
Vorstellungen erzeugen können und die in der Welt des Geistes große
heilende Kräfte entfalten können. Gedanken, Gebete und Rituale wirken
wie Kanäle, durch die die universelle Lebensenergie bzw. heilende
Kräfte kanalisiert werden können.
Dass dies auch ohne Wissen und
Glauben des Patienten funktioniert, zeigen neue Studien des
amerikanischen Forschers John Austin von der Universität Maryland. In
23 großen Studien fand er heraus, dass sich bei mehr als der Hälfte der
Patienten der Gesundheitszustand verbesserte, nachdem Mitmenschen für
sie ein Gebet eingelegt hatten. Er konnte auch bestätigen, dass
Handauflegen und spirituelles Heilen über Distanz Schmerzen lindert und
Heilzeiten erheblich verkürzt.