Ehre
(griech.: time,
eudoxia, lat.: honor) Zum einen die Würde und Achtung bzw. Anerkennung,
die einer Person als Mensch zukommt. Im philosophischen Sinne ist der
Sinn für Ehre eine innere, auf Selbstachtung beruhende Handlung, die
der eigenen Würde und Verantwortung entspringt.
Nach Schopenhauer
ist Ehre ein "Dasein in der Meinung anderer". Da Menschen
Gemeinschaftswesen sind, ist das Geltungsbedürfnis natürlich, da ja
Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl auch durch mitmenschliche
Anerkennung entstehen und wachsen können. Bei Aristoteles gilt als
hochsinnig (griech.: megalopsychia), wer sich hoher Dinge und
Möglichkeiten für wert hält und es auch ist, wer Ehre nur nach seinen
wahren Verdiensten beansprucht, sie nur bei wertzunehmenden Personen
sucht und über unberechtigte Kränkung gelassen hinwegsehen kann. Fehlt
einem aber das rechte Maß in der Überzeugung vom eigenen Wert, so
spricht man von Hochmut (griech.: Hybris). Ehrgeizig und eitel ist, wer
zu sehr nach Ehre trachtet und an ihr haftet bzw. sein Selbstwertgefühl
nur durch die Anerkennung von außen bekommt.
Autor: Helmut Müller
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 2. Juni 2008 )
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