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Außersinnliche Wahrnehmung |
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Außersinnliche Wahrnehmung (ASW) Der Begriff
wurde von dem Arzt Gustav Pagenstecher (1855 – 1942) in die
Parapsychologie eingeführt. Er bezeichnet „Wahrnehmungen“, die nicht
durch Vermittlung der Sinnesorgane zustande kommen.
Die Parapsychologie unterscheidet vier verschiedene Kategorien:
- Hellsehen
- Präkognition (Wahrträumen)
- Telepathie (Gedankenübertragung)
- Psychokinese (geistiger Einfluss auf materielle Gegenstände)
Außersinnliche
Erfahrungen können spontan oder provoziert auftreten z.B. durch
Wahrsagetechniken oder Experimente. Oft kommen sie in Verbindung mit
veränderten Bewusstseinszuständen vor: im Schlaf (Traum), in Trance, in
Dämmerzuständen oder durch Rauschmittel hervorgerufene Zustände.
Ein wichtiger früher Theoretiker war der Philosoph Salomon Maimon (1753
– 1800), der in seiner Autobiographie Phänomene von Präkognition und
Telepathie bei chassidischen Rabbinern beschrieb. Die Experimente, die
der österreichische Arzt Franz Anton Mesmer (1735 – 1815) durchführte
und die in der Öffentlichkeit auf starke Kritik stießen, können als
Vorläufer parapsychologischer Forschung angesehen werden. Die
systematische Untersuchung begann Ende des 19. Jahrhunderts. Das starke
philosophische Interesse am Gegenstand belegt nicht nur Arthur
Schopenhauer (Versuche über das Geistersehen), sondern auch die große
Zahl der Philosophen unter den Präsidenten der Societey for Psychcal
Research – einer Gesellschaft, die sich mit Grenzbereichen der
Psychologie beschäftigt – unter anderem William James, Henri Bergson,
Hans Driesch und Max Dessoir. Phänomene außersinnlicher Wahrnehmung,
die Raum und Zeit zu überschreiten scheinen, können psychologisch und
tiefenpsychologisch interpretiert werden. Trotz ihrer empirischen
Erforschung durch die Parapsychologie gibt es für ihr Auftreten jedoch
bis heute keine wissenschaftlich befriedigende Erklärung.
Autor: Helmut Müller
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 5. Mai 2008 )
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