Askese
(griech. askesis, Hilfe, Übung).
Ursprünglich
die Zucht und die Enthaltsamkeit der Athleten, dann allgemein die
Enthaltsamkeit bzw. die Übung der Tugend und der Kampf gegen das
Laster. Selbstdisziplin und Kontrolle über die Leidenschaften war bei
den griechischen Philosophen vor allem bei den Kynikern und Stoikern
sehr wichtig.
Ganz allgemein ist die Askese bei allen Religionen
und vielen philosophischen Systemen zu finden als Methode zur inneren
Sammlung und Vergeistigung von Trieben.
Beispiele für Askese sind oft das Fasten und die sexuelle Enthaltsamkeit, aber auch das Ertragen von Schmerzen.
Entscheidend
ist aber, dass es ursprünglich nicht nur um die Abkehr von weltlichen
Genüssen ging, sondern dies begleitet war von der bewussten Lenkung der
Energien auf höhere geistige Inhalte und Erfahrungen. In diesem Sinne
war die Askese nicht bloßer Verzicht, sondern ständig begleitet von
anderen Freuden und inneren Erfahrungen. Dies könnte man im Sinne der
freudschen Philosophie als Sublimierung der Libido auf höhere Werte
verstehen, im Unterschied zur bloßen Verdrängung bzw. Unterdrückung.
Autor: Helmut Müller
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 4. Mai 2008 )
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