Das Absurde
Zentraler Begriff in der Lehre des Existentialisten Albert Camus (1913 -1960).
Das Absurde entsteht aus der unüberbrückbaren Kluft zwischen der Welt
und der Erkenntnisfähigkeit des Menschen. Nach Camus ist der Einzelne
seiner Natur nach nicht in der Lage, die Welt, in die er hineingeboren
ist, zu verstehen. Gleichzeitig sehnt sich der Mensch unentwegt nach
Sinnerfüllung und nach einer verloren gegangenen Einheit mit der Welt.
In dieser Eigenschaft gleicht er der mythologischen Figur des Sisyphos,
der dazu verurteilt ist, eine unlösbare Aufgabe immer erneut zu
versuchen. Aus diesem Streben nach Einheit und Sinn erwächst die
Solidarität mit den mitleidenden Menschen und damit zugleich die
menschliche Würde, die der Grund für den Wunsch nach dem Überleben ist.
Camus kommt damit – auf etwas anderen Wegen – zu derselben Erkenntnis
wie der Stoiker Mark Aurel, dass die Menschen „umeinander willen“
geboren werden.
Autor: Kathie Honsell
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 25. April 2008 )
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