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Philosophische Schnitzeljagd in Stuttgart (20.06.09) |
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Philosophische Schnitzeljagd in Stuttgart am 20
Philosophische
Schnitzeljagd in Stuttgart am 20.6.2009
Wie kann ich meine Stadt auf neuen
Wegen kennen lernen?
Der philosophische Verein „Neue
Akropolis - Stuttgart“ wagte das Abenteuer auf neue geistige
Erkenntnisse per Schnitzeljagd.
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Los geht es in Bad Cannstatt zu Füßen
des Kursaals, welchen der württenbergische König „Wilhelm
I“ der Bevölkerung anlässlich der Gründung der
Stuttgarter Mineralbäder geschenkt hatte.
Holger, unser professioneller Geologe,
erzählt uns vom „Mysterium Wasser“ an Hand der Stuttgarter
Mineralwasser-Brunnen. Wir erfuhren Interessantes über
geologisches Entstehen, Einzugsgebiet, Mineralisation und
Kohlensäuregehalt des zweitgrößten
Mineralwasservorkommens in Europa.
Unser neues Wissen über das
„Phänomen Wasser“ testeten wir praktisch mit einem Schluck
aus dem Cannstatter Sauerbrunnen.
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Gestärkt führte uns der
zweite Schnipsel zum Planetarium im Schlossgarten.
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Susanna erläuterte
uns die Bedeutung von „Johannes Kepler“ (1571-1630), dem
Begründer der modernen Astronomie.
Kepler ging von der
Vorstellung aus, dass die Planetenbewegungen elliptisch seien und
durch eine von der Sonne ausgehenden Kraft verursacht werden.
Er
schuf die drei Keplerischen Planetengesetze und revolutionierte
damit das geozentrische zum heliozentrischen Weltbild.
Philosophisch
schrieb er über Weltharmonik und das Mysterium des Kosmos.
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Johannes Kepler beeindruckte uns durch seine charakterstarke
Persönlichkeit, in der er – trotz wirrer politischer Zeiten –
seinen philosophischen Grundsätzen immer treu blieb und sich
dadurch vieler Karrierechancen beraubte.
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Genießerisch schlenderten wir
weiter durch den Schlosspark entlang am denkmalgeschützten
„Königin-Katharina-Stift“ und dem Schauspielhaus.
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Das
Schillerdenkmal (von Adolf von Donndorf)
vor der Stuttgarter Oper war
unser Ziel.
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Edles Ambiente beflügelte uns, den Spuren von
„Friedrich Schiller“ (1759-1805) zu folgen. Ilona erzählte
uns vom jungen Schiller, der in der „Hohen Karlsschule“ Jura und
Medizin studierte. Obwohl Schiller unter der harten Ausbildung von
„Herzog Karl Eugen“ litt, schrieb er nebenher Gedichte und das
Sturm-und Drang-Drama „Die Räuber“. Im Stuttgarter Wald am
„Bopser“ las Schiller – trotz Schreibverbots – seinen
Freunden heimlich aus dem Freiheitsdrama vor. Wir hörten weiter
von seinem bewegten Leben und seiner Freundschaft mit „Johann
Wolfgang von Goethe“ in Weimar. Der intensive geistige Austausch
der beiden Dichter brachte eine Höchstmaß an einander
ergänzender künstlerischer Produktivität, die im
Briefwechsel und im „Balladenjahr“ dokumentiert ist.
Philosophisch folgte Schiller dem Ideal einer kommenden höheren
und freien Menschheit. Durch seine Dramen und Balladen wurde Schiller
zum volkstümlichsten Klassiker der deutschen Literatur.
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Der letzte Ort unserer Betrachtung war
der wunderbare Renaissance-Innenhof des „Alten Schlosses“.
In dem hier beherbergten württembergischen Landesmuseum wird im September 2009
eine Ausstellung über den Fund der „Venus von der Alb“
eröffnet.
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Die „Venus von der Alb“ ist zwischen 35.000
und 40.000 Jahre alt und damit die älteste bisher bekannte
Menschenfigur der Welt.
Sie stellt den Körper der Frau dar,
konzentriert vor allem auf jene Partien, die Leben, Fruchtbarkeit,
Fortbestand und Fülle symbolisieren. Kunstgeschichtlich ist es
das Thema, wie der Mensch lernte, der Welt Gestalt zugeben.
Philosophisch ist es der „Mythos der großen Göttin“.
Es ist die Verehrung des lebensspendenden Prinzips, der Allmutter,
der kosmischen Macht. Wir rundeten den Vortrag von Ricarda ab mit dem
Besuch der „Schlosskapelle“ – ein Kleinod gotischer Baukunst –
und besichtigten die aktuelle Ausstellung von der „württembergischen
Reformation“.
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Unsere Schnitzeljagd endete in den
Räumen unserer Philosophie-Schule in der „Theodor-Heuss-Straße
16“. Hier erfrischten wir Körper und Geist bei Kaffee und
Kuchen, angeregten Gesprächen und lustigen Bilderrätseln
über Stuttgart.
Lesen Sie auch den Bericht von der Schnitzeljagd 2008!
Hätten Sie nicht auch Lust auf
unsere nächste Schnitzeljagd im Sommer 2010?
Gäste sind wieder herzlich
willkommen.
Schauen Sie ins Internet – wir freuen
uns!
Es grüßt Sie Ihre Neue
Akropolis.
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 29. September 2009 )
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